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Auszug aus der Vereinsgeschichte
In der Zeit der Erhebung Schleswig-Holsteins gegen die dänische Herrschaft und
im Ringen um seine Rechte fanden sich vielerorts sangesfreudige Bürger zusammen,
um vorwiegend vaterländische Lieder zu singen, so z.B. das Schleswig-Holstein Lied,
welches zum ersten Mal auf dem großen Sängerfest 1844 in Schleswig vom Schleswiger
Gesangverein von 1839 gesungen wurde. Dirigiert wurde es vom Kantor Bellmann, dem
Komponisten. Der Text stammt aus der Feder des Advokaten Chemnitz: "Schleswig-Holstein,
stammverwandt, wanke nicht, mein Vaterland ". In diese Zeit fiel auch die Gründung
des Trittauer Gesangvereins.
Im "Burgkrug"
trafen
sich hierfür zwanzig sangesfreudige Männer. Die Gründer sind in der Chronik des
Vereins namentlich aufgeführt. Der Rentier Cropp aus Hamfelde übernahm die Chorleitung,
er bediente sich zur Einstudierung der Lieder einer Flöte. Seiner Aktivität ist
es zuzuschreiben, daß der Verein bald In Besitz eines wertvollen Banners kam, welches
von Lübecker Damen angefertigt wurde. Noch heute wird es -gut erhalten - bei allen
Anlässen mitgeführt. 1845 nahm der Trittauer Gesangverein bereits am großen Sängerfest
In Lübeck teil.
Als Cropps Nachfolger wird der Organist Hopfe aus Kuddewörde genannt. Ihm folgten
Lehrer Schoon aus Grande und der Organist Hansen aus Trittau. 1876 übernahm Kapellmeister
Chr. Möller die Chorleitung, 1879
Kantor Dose, 1896 Lehrer Hansen, 1898 Lehrer Schmidt und Musikus W. Möller. Von
1901 bis nach dem ersten Weltkrieg wirkte Organist Röhls, dann Sparkassenbeamter
K. Runge. Es folgte Kaufmann W. Möller, der 1952 anlässlich seines 75. Geburtstages
zum Ehrenchorleiter ernannt wurde. In den Kriegsjahren 1864/1866 ließ das Interesse
sm Singen stark nach. Während der Zeit des Anschlusses Schleswig Holsteins an Preußen
hörte die Vereinsarbeit auf. Erst 1873 wurde auf Anregung des Kaufmannes Dieckvoß
die Sängertätigkeit im "Holsteinischen Gastlokal“ (später "Holländers Gasthof")
wieder aufgenommen. Der Organist Wächter übernahm die Chorleitung. Im Jahre 1919
zog M. Maibom mit den Sängern in den von ihm erworbenen "Gasthof zum alten Posthause"
(später "Hotel zur Post") welches bis zum 22. März 1988 Vereinslokal war. Bekanntlich
wurde es 1989 leider abgerissen.
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